Lokalkunde auf Platt
Plattdeutsche Ortsnamen neu kartiert im Landkreis Stade
Von Drochters über Stood und Steenkark bis Buxthu: Der Landkreis Stade klingt anders auf Platt. Eine neue Landkarte zeigt nun die Ortsnamen der Region in plattdeutscher Schreibweise und macht regionale Sprachgeschichte sichtbar. Erarbeitet wurde sie von Historiker Uwe Ohainski von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.
Die Karte gehört zu einem Forschungsprojekt der Akademie. Geplant ist ein Ortsnamenbuch für den Landkreis Stade. Darin werden 270 bis zum Jahr 1600 belegte Ortsnamen vorgestellt. Ihre historische Überlieferung wird erläutert und ihre Bedeutung erklärt. Für die Recherchen nutzten die Wissenschaftler auch das Niedersächsische Landesarchiv in Stade. Das Buch ist Teil des Projektes „Ortsnamen zwischen Rhein und Elbe“ und ein Beitrag zur Erforschung der historischen Siedlungsnamenlandschaft. Grundlage der Karte ist die „Sammlung von Ortsnamen in plattdeutscher Schreibart für den Landkreis Stade“ vom Verein „De Plattdüütschen“.
Die Karte ist in begrenzter Menge kostenlos erhältlich, unter anderem im Landesarchiv Stade, Am Staatsarchiv 1, unter Tel. 04141-660600 oder per E-Mail an stade@nla.niedersachsen sowie im Plattdüütschbüro, unter Tel. 04166-2079520
Die Karte kann auch aus dem Internet heruntergeladen werden unter online unter www.ortsnamen.net
Redakteur:Pauline Bellmann aus Buxtehude |
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