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Grüne in Stade ohne Kandidat fürs Bürgermeister-Amt

Barbara Zurek

Nieber oder Hartlef? Fraktions-Chefin Barbara Zurek will "jedem Bewerber auf den Zahn fühlen"

tp. Stade. Die SPD hat Amtsinhaberin Silvia Nieber, die CDU schickt Sönke Hartlef ins Rennen, doch die Grünen-Ratsfraktion in Stade nominiert keinen eigenen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr. Auf einer Mitgliederversammlung diskutierten die Grünen kürzlich nach eigenem Bekunden "ausgiebig das Für und Wider eines eigenen Kandidaten". Zum Ende beschlossen sie mehrheitlich, keinen Kandidaten zur Bürgermeisterwahl aufzustellen. Sie wollen den Blick auf die anderen Bewerber werfen, sich aber noch nicht festlegen.

Dazu Tobias Archut und Axel Kleindienst, beide sind Sprecher im Ortsverband der Stader Grünen: „Derzeit sprechen wir uns für keinen Bewerber aus. Stattdessen möchten wir in den Dialog mit den Bewerbern aus den anderen demokratischen Parteien treten. Das soll zur Meinungsbildung beitragen."

Laut Barbara Zurek, Fraktionsvorsitzende der Grünen, sei die Form noch offen. Es soll hierzu Gesprächsrunden geben. „Klar ist, dass wir mit jedem Bewerber einzeln sprechen und ihm auf den Zahn fühlen wollen“, so die Biologin Zurek. "Wir kennen die Amtsinhaberin Silvia Nieber und auch ihren Herausforderer Sönke Hartlef, dennoch wollen wir mit einer politischen Checkliste von ihnen wissen, wo die Reise hingehen soll“, betont Zurek.
Für die Grünen im Ortsverband ist eine nachhaltige Politik im Stadtgebiet wichtig.

Tobias Archut und Axel Kleindienst benennen grob die Richtung: „Die Person muss eine umfassende Idee von der zukünftigen Entwicklung Stades haben. Es geht nicht nur um die Sicherung des Bestehenden, wie Arbeitsplätze. Es geht auch um eine dringend notwendige Neuausrichtung bzw. eine weitblickende Entwicklung in verschiedensten Bereichen wie der bisher autozentrierten Mobilität, der Flächennutzung (Grün-, Freizeit- und Erholungsflächen neben Baugebieten), des Wachstums allgemein und des Umgangs mit der sozialen Spaltung in den einzelnen und zwischen den einzelnen Stadtquartieren."