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Halber Preis und mehr Platz in Heinbockel 

Das Vielzweck-Gebäude in Hagenah wird als Kindergarten, Dorfgemeinschaftshaus, Jugendraum und Lager für den Bauhof genutzt

Bauausschuss empfiehlt Sanierung des kommunalen Gebäudes im Ortsteil Hagenah

tp. Heinbockel. Halber Baupreis und mehr Platz für alle Generationen: So lautet das Fazit nach einer mehr als einjährigen politischen Diskussion über die Zukunft des kommunalen Gebäudes am Kirchweg 2 in Heinbockel-Hagenah, die mit einem Votum für eine Instandsetzung schloss.

Der Bauausschuss der Geest-Gemeinde empfahl kürzlich die umfassende Sanierung und Modernisierung des Gebäudekomplexes anstelle eines wesentlich teureren Neubaus. Entscheidend ist die finanzielle Unterstützung durch das Amt für regionale Landesentwicklung.

Das historisch gewachsene Vielzweck-Gebäude mit der ehemaligen Dorfschule im Ortsteil Hagenah wird als Kindergarten, Dorfgemeinschaftshaus, Jugendraum und Lager für den Bauhof genutzt. Im Ort herrscht Raumbedarf für eine neue Krippengruppe. Um Platz für die Kinder unter drei Jahren zu schaffen, wurde zunächst über eine Gebäudeerweiterung diskutiert. Als einige Ratsleute Zweifel an Sanierungsfähigkeit des 122 Jahre alten Schulhauses äußerten, kam als Alternative ein Abriss und Neubau ins Spiel.
Die Kommune beauftragte Gutachter, die das Gebäude hinsichtlich der Brandschutzerfordernisse, Statik und des Zustands der Fundamente überprüften.

Zwar wurde an einigen Teilen Holzwurmbefall festgestellt. Doch insgesamt kommen die Experten zu dem Ergebnis, dass sich eine Sanierung rechnet. Die Kosten (ohne Obergeschoss und alter Feuerwehr-Garage) werden mit 648.000 veranschlagt. Die Nutzfläche beträgt 620 Quadratmetern. Diese Variante ist deutlich kostengünstiger als der angedachte Neubau für 1,121 Millionen Euro mit nur 390 Quadratmetern Fläche.

Die Gemeinde bekommt Krippenbau-Förderung von 180.000 Euro. Für die Sanierung der mit ihrer Backsteinfassade ortsbildprägenden Schule stellt das Amt für regionale Landentwicklung die Übernahme von 63 Prozent der Kosten Aussicht. Die Gemeinde müsste am Ende etwa einen Eigenanteil von 300.000 bis 340.000 Euro entrichten, so die vorläufige Kalkulation.

Heinbockels Bürgermeister Andreas Haack rechnet  - nachdem auch die vier Kritiker aus der CDU-Fraktion die Sanierung befürworten - mit einer breiten Zustimmung im Rat. Haack freut sich zudem darüber, das in dem Gebäude noch mehr Möglichkeiten für ein harmonisches Gemeinschaftsleben geben werde. Der Jugendförderverein profitiere von dem Projekt ebenso wie die Senioren aus beiden Ortsteilen, die dort künftig Computer- und Handy-Kurse etc. besuchen könnten.

Der Gemeinderat stimmt auf der Sitzung am Donnerstag, 20. Dezember, um 18.15 Uhr im Sportlergebäude an der Trift über das Vorhaben ab.
Der Baustart wird laut Andreas Haack für den Herbst 2019 angepeilt.