Holger Falcke wird Chef der „Super-Kommune“

Genießt hohen Wähler-Rückhalt: der neue Samtgemeinde-Bürgermeister Holger Falcke
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Wahl auf der Geest: 85,09 Prozent für den neuen Bürgermeister / CDU stärkste Kraft im Rat

tp. Himmelpforten/Oldendorf. Holger Falcke (47) aus Himmelpforten wurde am Sonntag erwartungsgemäß zum Bürgermeister der neuen Super-Kommune „Oldendorf-Himmelpforten“ gewählt. Der Diplom-Verwaltungswirt erzielte ein Traum-Ergebnis: Er erhielt nach vorläufigem Wahlergebnis 85,09 Prozent der Stimmen. Falcke war als einziger Kandidat zur Bürgermeisterwahl angetreten.

Zudem wählten die Bürger der beiden Geest-Kommunen, die im Januar zur Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten fusionieren, einen neuen Rat: Stärkste Kraft ist die CDU, die 43,23 Prozent der Wählerstimmen erhielt und 16 der 38 Sitze im Rat belegt. Auf die SPD (27,39 Prozent) entfallen zehn Sitze, auf die Freie Wählergemeinschaft (FWG, 19,66 Prozent) acht Sitze, Grüne (5,12 Prozent) und die Offene Liste Hammah (OLH, 4,13 Prozent) erhalten jeweils zwei Sitze. Die FDP (0,45 Prozent) ging leer aus. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,43 Prozent.

Holger Falcke, der insgesamt 6.384 Ja-Stimmen und nur 1.118 Nein-Stimmen erhielt, sagte dem WOCHENBLATT: "Das ist ein Superergebnis, damit habe ich nicht gerechnet." Falcke wertet sein Ergebnis als großen Vertrauensvorschuss aus der Samtgemeinde Oldendorf und als Vertrauensbeweis aus Himmelpforten, wo er seit 14 Jahren Verantwortung trägt. Mit mehr als 85 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister gewählt zu werden heißt für Holger Falcke auch: "Da macht es richtig Spaß, diese Fusion zu leben."

Nun ist die Politik am Zug, die durch die Bank versprochen hat, die Lebenssituation aller Bürger zu verbessern. Durch den kommunalen Zusammenschluss sollen die Verwaltungen in beiden Rathäusern effektiver arbeiten. Zudem erhält die Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten über sieben Jahre insgesamt rund eine Million Euro Extra-Geld, das der Verwaltung aufgrund des neuen Zuschnitts vom Land zusteht.

Haupt-Herausforderung ist, das räumliche Ungleichgewicht zu beheben: Während die Samtgemeinde Himmelpforten mit den Bahnhöfen Hammah und Himmelpforten den Vorteil des Anschlusses an die Pendler-Bahnlinie Hamburg-Cuxhaven genießt, leiden die Oldendorfer unter schlechter Verkehrs-Infrastruktur. Auf Eigeninitiative versucht eine Gruppe von Aktivisten, einen von Ehrenamtlichen gelenkten „Bürger-Bus“ zu etablieren.

„Der 'Bürger-Bus' wird nur ein politisches Thema sein“, sagt der CDU-Spitzenkandidat, Sparkassen-Finanzwirt Michael Meyer (43) aus Himmelpforten. Meyer zeigt sich mit dem Wahlergebnis „hoch zufrieden.“ Für Dienstag war eine erste Fraktionssitzung anberaumt, bei der die Christdemokraten weitere Schritte erörtern wollten. „Wir brauchen einen Partner“, so Meyer. Zur Bildung einer Gruppe wolle die CDU jetzt Gespräche „mit allen Fraktionen“ führen. Zunächst im Visier hat die CDU die SPD und Wählergemeinschaft. Wichtigstes Ziel sei es, gerade die kleinen Mitgliedsgemeinden voranzubringen, etwa mit einem gemeinsamen Tourismuskonzept und dem Erhalt der Schulen. Meyer: „Die Grundschule in Estorf muss bleiben.“

Auch der SPD-Spitzenkandidat, Bernd Reimers (54), Bürgermeister von Himmelpforten, ist mit dem Wahlergebnis „super zufrieden“ . Die Sozialdemokraten halten ihre Fraktionssitzung am Donnerstag, 21. November. Aufgrund der „nahezu identischen Wahl-Flyer“ bringt auch Reimers eine Gruppenbildung mit der CDU ins Spiel. Auch die Ziele sind gleich: Erhalt der Schulen, Stärkung des Fahrradtourismus durch Themenrouten wie den „Mönchsweg“ und Öffentlicher Personennahverkehr. Der „Bürger-Bus“ sei zumindest einen Test wert. Oberstes Ziel der SPD: „Die kleinen Dörfer nicht ausbluten lassen.“

• Zum neuen Vize-Samtgemeindechef will Holger Falcke seinen Oldendorfer Amtskollegen Thomas Scharbatke ernennen.

• Wahlergebnisse: www.samtgemeinde-oldendorf.de

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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