Stade wird zum alten Hamburg

Auch am Fischmarkt wird gedreht: Frank Tinnemeyer (Stade Tourismus GmbH) und Aufnahmeleiterin Manuela Rusch freuen sich über die Filmaufnahmen in Stades Altstadt Manuela Rusch
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  • Auch am Fischmarkt wird gedreht: Frank Tinnemeyer (Stade Tourismus GmbH) und Aufnahmeleiterin Manuela Rusch freuen sich über die Filmaufnahmen in Stades Altstadt Manuela Rusch
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Dreh des Dokumentarfilms "Gigant im Norden" in der Altstadt und auf Krautsand / Statisten gesucht

tp. Stade. "Film ab!" Zu Dreharbeiten für den Dokumentationsstreifen "Gigant des Nordens" rücken von Dienstag bis Donnerstag, 4. bis 13. August, ein Filmteam sowie eine Schauspieltruppe in der Stader Altstadt an. In der 90-minütigen Doku, die im kommenden Jahr im NDR ausgestrahlt wird, geht es um die Geschichte des Hamburger Hafens ab etwa 1.200 nach Christus bis in die Zeit um 1930.

"Die Stader Altstadt dient als Kulisse für den szenischen Teil der Doku", erklärt Manuela Rusch, freischaffende Aufnahmeleiterin der vom NDR beauftragten Filmproduktionsfirma "Gruppe 5" aus Köln. Im Klartext: Stade stellt das "alte Hamburg" dar und wird in dem Film in keinem Wort erwähnt.

Schauspieler spielen in der Stader Altstadt historisch bedeutende Szenen der Hamburger Hafenentwicklung nach. Dazu müssen die Gastronomen am Fischmarkt am Mittwoch und Donnerstag, 5. und 6. August, Tische und Stühle auf ihren Außenterrassen beiseite räumen, um Platz für eine mittelalterliche Marktszene mit viel Stroh und Dreck auf den Straßen zu schaffen. "An diesen beiden Tagen sind Zaungäste herzlich willkommen", sagt Manuela Rusch.

Weitere Drehorte sind eine Altstadtbrücke für eine Schmuggelszene zur Napoleon-Zeit, das Senatorenhaus an der Bungenstraße und das Johanniskloster, das als Hintergrund für eine Spielfilmsequenz in einem alten Hamburger Gänge-Viertel während einer Cholera-Epidemie dient, außerdem die St. Cosmae-Kirche, das Schleusenhaus am Holzhafen und der Strand der Elbinsel Krautsand.

Dass sich Stade zur Filmstadt mausert, ist unter anderem der Verdienst von Frank Tinnenmeyer, Teamleiter der Stade Tourismus GmbH. Er hatte vor einigen Jahren in Zusammenarbeit mit der städtischen Wirtschaftsförderung Experten für Filmschauplätze (Location-Scouts) der "Nordmedia Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen" nach Stade geholt. Nach der Provinz-Groteske „Eine Hand wäscht die andere“ mit Ulrich Noethen im Jahr 2012 fiel die Wahl nun nun erneut auf die kleine Hansestadt an der Schwinge.

• Für Dreharbeiten am Mittwoch und Donnerstag, 5. und 6. August, am Fischmarkt, sowie am Montag und Dienstag, 10. und 11. August, am Johanniskloster sucht das Filmteam noch Komparsen. Interessenten schicken bis Montag, 3. August, einen Steckbrief mit Foto per E-Mail an manuela_rusch@web.de.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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