Weiter nicht ausreichend Impfstoff vorhanden
Ü-80-Senioren: Impfung im Landkreis Stade erst ab Mitte Februar / Landrat verschickt Info-Schreiben

Im Stader Impfzentrum ist schon länger alles so weit vorbereitet, dass die Impfungen beginnen können
  • Im Stader Impfzentrum ist schon länger alles so weit vorbereitet, dass die Impfungen beginnen können
  • Foto: Chr. Schmidt/LK Stade
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(jd). Seit einem Monat ist das Corona-Impfzentrum in Stade startklar. Doch das Wichtigste fehlt: der Impfstoff. Und weil der auch in den kommenden Wochen knapp sein wird, steht schon jetzt fest: Das Impfzentrum wird wohl einen weiteren Monat geschlossen bleiben. "Vor Mitte Februar werden dort keine Impfungen stattfinden", stellte jetzt Landrat Michael Roesberg klar. Ein festes Datum für den Impfstart bei der jetzt priorisierten Gruppe der über 80-Jährigen konnte er nicht nennen. Alles steht und fällt mit den Impfstoff-Lieferungen. Und die kommen alles andere als regelmäßig. In dieser Woche war das Vakzin aufgebraucht, für den gestrigen Freitag wurde eine weitere Charge mit 900 Impfdosen erwartet.

Termine im Impfzentrum können "voraussichtlich ab Mitte Februar angeboten" werden: Das ist auch die wichtigste Botschaft in einem Brief des Landrates, der in diesen Tagen an die kreisweit rund 12.000 Menschen verschickt wird, die über 80 Jahre oder älter sind. Dieses Infoschreiben zu den bevorstehenden Impfungen stellt ein Stück Schadensbegrenzung dar. Denn die Ü-80-Senioren hatten zuvor offizielle Post von der niedersächsischen Sozialministerin Dr. Carola Reimann erhalten. Dieser Brief aus Hannover habe fälschlicherweise den Eindruck erweckt, dass ab dem 28. Januar ein Impftermin auch für das Stader Impfzentrum gebucht werden könne, so der Landrat.

"Wir müssen nun korrigieren, was das Land da einfach rausgeschickt hat", sagt Roesberg. Der Landrat hält sich zwar mit direkter Kritik an Reimanns Ministerium zurück: Ihm ist aber sein Ärger anzumerken, als er im Pressegespräch auf die verkorkste Briefkampagne des Sozialministeriums eingeht. Absprachen mit den kommunalen Spitzenverbänden zum Inhalt des Ministerinnen-Briefes habe es nicht gegeben. Auch das ohne Not angezettelte Adressen-Chaos  wäre nach Roesbergs Auffassung vermeidbar gewesen: Im Zuge der Amtshilfe hätte sich das Land einfach die Adressdaten von den Meldeämtern holen können.

Selbst Tote erhalten Post von der Sozialministerin

Im Prinzip gilt nun Folgendes: Wer jetzt das Schreiben des Landkreises aus dem Briefkasten holt, kann den Reimann-Brief getrost ins Altpapier werfen - und sich mit dem Anruf bei der zentralen Terminvergabe-Hotline des Landes Zeit lassen. "Es können am 28. Januar definitiv noch keine Termine vergeben werden", sagt die Leiterin des Stader Impfzentrums, die Kreis-Dezernentin Nicole Streitz. Das sei erst möglich, wenn der Landkreis Termine für das Stader Impfzentrum freischalte - was aber wiederum erst erfolgt, wenn entsprechend Impfstoff vorhanden ist.

Doch selbst dann wird es wohl Wochen dauern, bis allein die über 80-Jährigen durchgeimpft sind. Aufgrund des mangelnden Impfstoffes werde es wohl wochenlang nur wenige Termine geben, fürchtet der Landrat. Er rechnet damit, dass frühestens Ende des Sommers alle impfwilligen Bürger ein "Impfangebot" erhalten haben. Das Stader Impfzentrum sei auf 1.000 Impfungen pro Tag ausgelegt. Wann diese Quote erfüllt werden kann, ist nach Einschätzung von Streitz aber völlig offen.
Daher der Appell von Roesberg und Streitz: Alle Impfwilligen sollten sich noch in Geduld üben und vor allem von Nachfragen bei nicht zuständigen Stellen wie etwa den Elbe Kliniken oder der Rettungsleitstelle absehen.

"Wir alle brauchen jetzt ein wenig Disziplin", sagt Roesberg. Das gelte auch in Bezug auf die Corona-Beschränkungen. Er gehe davon aus, dass sich vor Ostern nichts an der gegenwärtigen Situation in Sachen Corona ändern werde.

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Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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